Was da daheim so alles rumwerkelt ;-)
Was mit einzelnen Sensoren und kleinen Elektronikprojekten begonnen hat, ist mittlerweile zu einem vielseitigen System gewachsen. Wetterstation, Funkaktoren, Kameras und selbst gebaute LoRa-Geräte liefern Daten oder übernehmen Aufgaben im Haus. Im Mittelpunkt steht mein treuer Raspberry Pi 5 mit 16 GB RAM, auf dem die Informationen zusammenlaufen.
Hier zeige ich, wie die Geräte miteinander verbunden sind, welche Dienste auf dem Heimserver laufen und wie daraus meine Haussteuerung entsteht.
Das Zusammenspiel auf einen Blick
Die Übersicht zeigt die wichtigsten Geräte und ihre Verbindungen. Je nach System gelangen die Daten über USB, das Netzwerk oder eine Funkstrecke zum Raspberry Pi. IP-Symcon verbindet die unterschiedlichen Komponenten zu einer gemeinsamen Haussteuerung.
Die Zentrale: mein Raspberry Pi 5
Der Raspberry Pi ist bei mir weit mehr als eine Haussteuerung. Er übernimmt auch Aufgaben als Webserver, Dateiserver, Medienserver und Überwachungszentrale. Als Betriebssystem kommt Debian Linux zum Einsatz.
Eine SSD stellt den Speicher für das System und die laufenden Dienste bereit. Für größere Datenmengen ist zusätzlich ein externer Massenspeicher mit rund 16 TB angeschlossen. Über USB sind außerdem verschiedene Funkempfänger und weitere Geräte eingebunden.
Das Display am Gehäuse zeigt mein eigenes Dashboard. Die USB-Anschlüsse an der Vorderseite und der zusätzliche USB-Hub halten die angeschlossenen Komponenten gut zugänglich.
Haussteuerung
IP-Symcon verarbeitet Sensorwerte, verwaltet Gerätezustände und führt meine Automatisierungen aus. Hier werden die unterschiedlichen Systeme miteinander verknüpft.
Dateien & eigene Cloud
Der große Datenspeicher nimmt unter anderem Medien, Aufnahmen und Sicherungen auf. Nextcloud ergänzt die Dateiverwaltung um Synchronisierung und den Zugriff über eine eigene Cloud.
Webseite & Wetterdaten
Apache und Joomla stellen meine Homepage bereit. Die Wetterstation liefert Messwerte, die mit pywws verarbeitet werden.
Medien & weitere Dienste
Zu den weiteren Aufgaben gehören Serviio für DLNA, VDR, JDownloader, Pi-hole und die Videoüberwachung mit Xeoma.
Sensoren und Funktechnik
In meinem Aufbau arbeiten bewährte Funksysteme und eigene Entwicklungen nebeneinander. So kann ich vorhandene Geräte weiterverwenden und das System Schritt für Schritt erweitern.
Wetterstation WS1080
Die Wetterstation erfasst unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag. Ihre Messwerte werden am Raspberry Pi verarbeitet und für die Wetteranzeige sowie die Haussteuerung genutzt.
Homematic IP
Über Homematic IP sind Temperatur- und Feuchtesensoren sowie ein Schaltaktor für die Garage eingebunden. Ihre Werte und Zustände stehen in der zentralen Haussteuerung zur Verfügung.
FS20 und FHZ1000
Auch meine älteren ELV-Komponenten sind weiterhin Teil des Systems. Dazu gehören die FHZ1000, Temperatursensoren und ein Handsender für die Warmwassersteuerung.
Eigene LoRa-Geräte
LoRa ergänzt die vorhandenen Systeme um selbst gebaute Sensoren.
Ein Beispiel ist meine elektronisch überwachte Maus- und Bilchfalle. Symcon überwacht den Fangzustand und die regelmäßigen Rückmeldungen.
Das Dashboard: alles im Blick
Damit ich nicht für jeden Dienst eine eigene Oberfläche öffnen muss, habe ich ein gemeinsames Dashboard aufgebaut. Es zeigt wichtige Betriebswerte und Zustände direkt am Display des Heimservers oder im Adminbereich meiner Homepage.
Im Dashboard sehe ich beispielsweise die CPU-Auslastung, die Temperatur, den Speicherverbrauch und den Zustand wichtiger Dienste. Auch laufende Synchronisierungen und Sicherungen werden angezeigt. So erkenne ich schnell, ob alles wie vorgesehen arbeitet oder ob ich genauer nachsehen sollte.
Netzwerk, Kamera und zuverlässiger Betrieb
Das Heimnetz verbindet den Server mit PCs, Notebooks und weiteren Geräten. Der Raspberry Pi ist über eine 2,5-Gbit-Netzwerkschnittstelle angebunden. Auch die in der Übersicht gezeigte Samsung-S3-Webcam gehört zum Aufbau.
Für den laufenden Betrieb sind mir nicht nur die Funktionen wichtig, sondern auch die Absicherung: Regelmäßige Backups und Synchronisierungen sichern meine Daten. Eine Eaton-USV versorgt wichtige Komponenten bei einem Stromausfall weiter und ermöglicht ein kontrolliertes Herunterfahren.
Der Aufbau wächst mit meinen Projekten. Neue Sensoren, zusätzliche Auswertungen und kleine Verbesserungen kommen immer wieder dazu – genau das macht für mich den Reiz dieser Kombination aus Elektronik, Linux und Hausautomation aus.
Weitere Schaltungen, Geräte und Erfahrungsberichte findest du im Bereich Hobby-Elektronik.